Creatin Einnahme & Nebenwirkungen

Nicht nur im Leistungssport werden Nahrungsergänzungsmittel verwendet, um das Ergebnis der verschiedenen Trainingseinheiten zu optimieren. Auch Hobbysportler greifen immer häufiger auf künstliche Präparate zurück, um ihren Körper leichter in Form bringen zu können. Vor allem beim Bodybuilding werden regelmäßig spezielle Substanzen eingesetzt, um den Muskelaufbau zu beschleunigen. Besonders beliebt ist dabei zum Beispiel der Wirkstoff Creatin.

Creatin ist ein körpereigner Stoff, der nicht nur im menschlichen Organismus vorhanden ist, sondern auch bei Fischen und anderen Tieren nachgewiesen werden kann. Der Mensch nimmt Creatin also über die Nahrung zu sich. Über 90 Prozent des Stoffes befinden sich in den Muskelzellen. Wird die Muskulatur stark beansprucht, so sinkt der Creatinspiegel, bis die Grenze der Leistungsfähigkeit erreicht wird.

Um diese Leistungsgrenze anzuheben, nehmen viele Sportler künstlich hergestelltes Creatin zu sich. Der Wirkstoff ist in Pulverform, als Flüssigkeit und auch als Tablette erhältlich. Egal, für welches Präparat man sich entscheidet: Die Creatin Einnahme sollte, falls möglich, immer vor dem Training erfolgen. Dadurch entsteht ein Kreislauf, der ein optimales Training möglich macht.

Angenommen, die Muskulatur ist ausreichend mit Creatin gesättigt und der Sportler nimmt etwa eine Stunde vor dem Training eine Dosis Creatin ein. Der Stoff gelangt ins Blut und bleibt dort für einige Zeit. Während der Sportler trainiert, leeren sich die Creatinspeicher in den Muskeln. Sie können sich aber sofort wieder füllen, da durch die externe Creatin Einnahme genügend Creatin im Blut vorhanden ist. Es entsteht also eine lückenlose Versorgung.

Damit dieser Kreislauf jedoch überhaupt erst beginnen kann, muss die Muskulatur im Vorfeld durch die Einnahme von Creatin gesättigt werden. Man unterscheidet zwischen langen und kurzen „Aufladephasen“. Bei der kurzen Variante nimmt man täglich eine sehr hohe Dosis Creatin ein, allerdings nur über wenige Tage hinweg. In der langen Aufladephase sind die Dosen dagegen kleiner, dafür dauert sie länger als ihr kurzes Pendant.

Creatin Nebenwirkungen

Um Creatin ranken sich viele Mythen und Gerüchte. So behaupten einige Laien, die Substanz würde zu Unfruchtbarkeit und Stimmungsschwanken führen. Solche Nebenwirkungen konnten jedoch in keiner wissenschaftlichen Studie beobachtet werden. Die einzig dokumentierte Creatin Nebenwirkung ist eine Gewichtszunahme. Diese rührt zum einen natürlich von der gewachsenen Muskelmasse her, zum anderen aber auch von Wassereinlagerungen, die durch die Creatin Einnahme begünstigt werden.

Kommentieren