Sprossen und Keime – Keimsprossen

Bohnenkeime und helle, knackig-feste Keimsprossen, die oftmals auch als Sojasprossen angeboten werden, sind in Wirklichkeit keine Keime der Sojabohne, sondern stammen von der grünen Mungobohne. Sprossen schmecken nussig und passen in Salate, Suppen und – kurz im Wok gebraten – als Gemüse. Man kann Keimsprossen roh verzehren, während echte Sojabohnenkeime im Rohzustand unbekömmlich sind und vor dem Genuß unbedingt blanchiert werden müssen. Sprossen dürfen nur kurz gegart werden, damit sie knackig bleiben.

Hierfür bietet sich insbesondere das sogenannte schnelle Pfannenrühren an. Das bedeutet, dass sämtliche Zutaten nach dem Saubermachen und Kleinschneiden bei starker Hitze und unter ständigem Rühren in Minutenschnelle angebraten werden. Diese Technik verdanken wir den Chinesen. Das Geheimnis liegt im Wok. Im heißen Fett am Boden garen Gemüse und zartes Fleisch sehr rasch und gleichmäßig, während sie an den “kühleren” Seitenwänden schonender gebraten werden. Die Garzeit von Keimsprossen ist kurz. Indem sich köstliche Röst- und Geschmacksstoffe bilden, wirkt die hohe Temperatur des Woks wie ein Gewürz. Zudem bewahren die Sprossen ihren zarten Biß. Farbe, Nährstoffe und Aroma bleiben erhalten. Dazu wird wenig Fett benötigt.

Keimsprossen lassen sich auch sehr leicht zu Hause selbst anbauen. Die Mungobohne ist hierzu mit am besten geeignet, da sie besonders leicht keimt. Das benötigte Saatgut erhalten Sie heutzutage problemlos in Bioläden und Reformhäusern. Neben Mungobohnen können auch Samen von Adzuki- und Sojabohnen, aber auch Erbsen, Kürbiskerne, Senfsamen oder Sonnenblumenkerne für die Sprossenzucht verwendet werden. Wer vorhat, sich künftig selbst als “Sprossengärtner” zu betätigen, findet auf Samenhaus.de Bio-Keimsprossen aus kontrolliertem Anbau.

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